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Fahrradträger für die Anhängerkupplung: Tests und Kaufberatung

 

ZUM TEST VON THULE EASYFOLD XT 3 FAHRRADTRÄGER

Millionen von Deutschen benutzen jeden Tag das Fahrrad. Sei es für den Weg zur Arbeit, für den Sport oder für Ausflüge in der Freizeit, Fahrräder erfreuen sich großer Popularität. Auch im Urlaub sind viele lieber mit dem eigenen Bike unterwegs, anstatt sich ein Rad am Urlaubsort zu mieten. Wenn Sie Ihr Fahrrad sicher und ohne Stress transportieren wollen, benötigen Sie einen Fahrradträger. Diese sind in den unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Zu den beliebtesten Arten gehören Fahrradträger für die Anhängerkupplung oder auch Kupplungsträger genannt.

Vorteile von Fahrradträgern für die Anhängerkupplung

Fahrradträger für die Anhängerkupplung sind aus mehreren Gründen bei den Verbrauchern sehr beliebt. Zu den wichtigsten gehört der Fakt, dass sie unabhängig vom Typ des Autos verwendet werden können. Die einzige Voraussetzung zu ihrer Nutzung ist das Vorhandensein einer Anhängerkupplung am Zugfahrzeug.
Der Kupplungsträger ist schnell montiert und mit ein paar Handgriffen an der Anhängerkupplung befestigt.
Da Kupplungsträger im Windschatten des Fahrzeugs nachfolgen, erhöht sich der Kraftstoffverbrauch nur unwesentlich.
Kupplungsträger gewähren gute Sicht nach hinten und blockieren auch nicht die Rückfahrkamera.
Ein weiterer Vorteil zeigt sich beim Beladen. Das kann bei einem Dachträger zu Schwerstarbeit ausarten, besonders wenn es gilt, ein Mountainbike oder E-Bike auf den Dachträger zu hieven. Bei einem Kupplungsträger dagegen brauchen Sie das Bike nur etwa kniehoch zu heben. Hochwertige Modelle sind sogar mit Ladeeinrichtungen in Form von Schienen oder Klappen ausgestattet, auf denen das Rad ganz einfach heraufgerollt werden kann.

Nachteile von Fahrradträgern für die Anhängerkupplung

Hochwertige Fahrradträger für die Anhängerkupplung namhafter Hersteller sind relativ teuer. Sie müssen mit Anschaffungskosten von mehreren Hundert Euro rechnen.
Wenn ein Kupplungsträger nicht gebraucht wird, nimmt er in der Garage viel Platz weg. Es gibt zwar Modelle, die zusammengeklappt werden können, die sind aber nicht gerade billig.
Die meisten Kupplungsträger verdecken Rücklichter und Kennzeichen des Zugfahrzeugs. Deswegen müssen sie mit Rücklichtern und einem Folgekennzeichen (Nummernschild) versehen sein.
Wird der Kupplungsträger auf öffentlichen Straßen benutzt, muss er über eine Betriebserlaubnis verfügen.

MountainBIKE Magazin: 8 Kupplungsträger im Test

Was wurde getestet?

Zum Test der Kupplungsträger wurden 2 Räder, ein Hardtail und ein E-Bike, benutzt. Mehrere Punkte wurden getestet, darunter zum Beispiel: Aufbau und Gebrauch, Fahrverhalten, Crashtest.

Aufbau und Gebrauch

Zunächst einmal wird der Zustand geprüft, in dem der Träger geliefert wird. Desweiteren spielt eine Rolle, wie verständlich die Montageanleitung ist und einfach sich der Träger an der Kupplung befestigen lässt. Als letzter Punkt dieser Sektion wird beurteilt, wie leicht sich die Bikes verladen lassen. Die Ergebnisse dieses Abschnitts bilden die erste Zwischennote.

Fahrverhalten

Das Verhalten aller Träger wird unter Situationen getestet, die auch im alltäglichen Straßenverkehr vorkommen. Dazu gehört beispielsweise das (viermalige) Absolvieren einer Slalomstrecke mit 60 Stundenkilometern.
Je viermal werden die Kupplungsträger einem Bremstest unterzogen, bei dem das Fahrzeug zunächst auf 100 Stundenkilometer beschleunigt und dann eine Vollbremsung macht.
Wie sich die Fahrradträger auf schlechten Straßen verhalten, wird bei 3 Fahrten auf verschiedenen Buckelpisten mit Geschwindigkeiten von 30 und 40 Stundenkilometern getestet. Die Ergebnisse bilden die nächste Zwischennote.

Crashtest

Der Crashtest wird in Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Dekra auf dem Lausitzring durchgeführt. Dabei wird ein so genannter Citycrash nach DIN 75302 durchgeführt. Der Crash simuliert einen Aufprall mit 30 Stundenkilometern. Der Vorgang wird durch Spezialkameras aufgezeichnet, die 1.000 Aufnahmen pro Sekunde machen können. Die Fotos werden gesichtet, die Vorher/Nachher Aufnahmen miteinander verglichen und die entstandenen Schäden beurteilt.
Dieser Test ist der wichtigste in der Reihe. Alle Träger müssen ihn bestehen. Wenn ein Modell beim Crashtest durchfällt, wird es automatisch mit der Note „Schwach“ bewertet.

Ergebnisse der einzelnen Fahrradträger für die Anhängerkupplung

Alutrans E-Bike

Der Träger wiegt 18 kg und ist für 57 kg bzw. 2 Räder ausgelegt. Er ist vormontiert und abschließbar. Die Rahmenhalter sind gut, allerdings werden die Reifenriemen ohne Ratsche geliefert. Räder mit breiten Reifen können problemlos verladen werden, allerdings ist der Abstand zwischen den Rädern nur gering. Beim Crashtest löste sich ein Rahmenhalter, das Rad wurde jedoch durch den Zusatzgurt gehalten. Die Heckscheibe könnte zerstört werden. Das Gesamtergebnis ist „Gut“.

Atera Strada M E-Bike

Der Träger wiegt 14 kg, kann 60 kg Last transportieren und ist für 2 Räder ausgelegt. Er wird vormontiert geliefert und ist abschließbar. An den Reifenriemen sind gute Ratschen angebracht, die Ratschen an den Rahmenhaltern sind jedoch umständlich zu bedienen. Wegen des geringen Gewichts und der guten Kupplungsfunktion kann der Träger bequem von einer Person bedient werden. Beim Crash könnten Teile die Heckscheibe beschädigen. Das Gesamtergebnis lautet „Gut“.

Bosal Bike Carrier Compact

Der Träger wiegt 18 kg, kann maximal 57 kg 82 Bikes aufnehmen. Er ist klappbar. Verstellbare Schienen können an unterschiedliche Räder angepasst werden. Auf Buckelpisten bewegen sich die Bikes stark, stehen aber weit voneinander entfernt. An den Reifenriemen fehlen die Ratschen. Gesamt-Testurteil: „Gut“.

Fischer Kupplungsträger E-Bike

Der Träger wiegt 18,5 kg. Er ist vormontiert, aber nicht abschließbar. Er kann eine Last von 56,5 kg bzw. 2 Bikes transportieren. Zur Ausstattung gehört eine Auffahrschiene. Die Bikes lassen sich schlecht verstauen, weil zahllose Riemen festgezogen werden müssen. Der Träger sitzt sehr locker auf der Kupplung und schlug beim Crashtest gegen das Auto. Gesamt-Testurteil: „Schwach“.

Menabo E-Dision

Der Träger wiegt 17,5 kg, kann 57,5 kg tragen und ist für 2 Räder ausgelegt. Er wird nur teilweise montiert geliefert, die Räder können abgeschlossen werden. Zum Verladen schwerer Räder gibt es Auffahrschienen, verstellbare Schienen können an unterschiedliche Bikes angepasst werden. Für die Reifen sind Zurrbänder vorhanden. Der Träger sitzt zu locker auf der Kupplung. Beim Crashtest brach ein Rahmenhalter, das Rad wurde aber durch Zurrgurte gehalten. Gesamt-Testergebnis: „Befriedigend“.

MFT Aluline

Der Träger wiegt 17 kg, hat eine Tragkraft von 55 kg und kann 2 Räder aufnehmen. Er ist vormontiert und abschließbar. Zurrbänder zur Reifenbefestigung sind vorhanden. Negativ fällt auf, dass die Montage allein kaum durchführbar ist. Der Schienenabstand ist mit 18 cm sehr eng, die Bikes können einander berühren. Beim Crashtest riss ein Riemen. Gesamt-Testergebnis: „Befriedigend“.

Thule 931 EasyFold

Der Träger wiegt 17 kg und kann 2 Bikes mit einem Gesamtgewicht von 58 kg aufnehmen. Er ist vormontiert und abschließbar. Der Träger kann zusammengeklappt werden. Zur Ausstattung gehören gute Rahmenhalter und Ratschen zur Reifenbefestigung. Durch das Klappsystem kann der Anhänger von einer Person montiert werden. Die Bikes stehen sicher, auch breite Reifen können verzurrt werden. Beim Crashtest berührten die Räder nur das Autodach und gefährdeten keine Personen. Der Testsieger erhielt die Gesamtnote „Sehr Gut“.

Uebler P22

Der Träger wiegt 14 kg und kann 2 Räder mit einem Gesamtgewicht von 60 kg transportieren. Er wird vormontiert geliefert, die Räder sind abschließbar. Sie lassen sich Dank guter Rahmenhalter und Ratschen gut befestigen. Der Träger kann auch von einer Person bequem montiert werden. Beim Fahrverhalten erreichte er die besten Ergebnisse. Gesamt-Testurteil: „Sehr Gut“.

Zusammenfassung

Beim MountainBIKE Kupplungsträger-Test zeigte sich, dass die teuren Markenprodukte auch die besten Ergebnisse erzielten. Es lohnt sich also, für Qualität etwas mehr zu investieren.

Bike Magazin 2017: 11 Kupplungsträger im Test

Dem Test wurden Fahrradträger für die Anhängerkupplung der Marktfüher Thule, Uebler und Atera unterzogen. Aber auch Modelle der Firmen Alutrans, MFT, Westfalia, Eufab und Saris waren dabei. Die Preise der getesteten Träger liegen zwischen 379 und 579 Euro. Zum großen Teil wurden dieselben Modelle wie bei MountainBIKE Magazin getestet. Im Vergleich zum letzteren fällt jedoch auf, dass beim Test von „Bike“ 6 der untersuchten Träger die Gesamtnote „Sehr Gut“ erhielten und 2 mit „Gut“ bewertet wurden. Eine detaillierte Erklärung des Testvorgangs oder eine Zusammenfassung des Tests fehlt jedoch. Dafür werden bei jedem Kupplungsträger Stärken und Schwächen ausführlich offen gelegt.

Bei diesem Test zeigt sich dieselbe Tendenz wie beim Test von MountainBIKE. Die Modelle der Marktführer wurden durchweg mit „Sehr Gut“ bewertet. Das bedeutet nicht, dass es nicht den einen oder anderen kleineren Mangel gibt, der jedoch den positiven Gesamteindruck nicht trüben kann.

Zusammenfassung

In den beiden Tests wurden Kupplungsträger der Marktführer und weniger bekannter Marken untersucht. Die meisten Modelle bestanden den Test. Einige Träger hatten jedoch Probleme beim Citycrash-Test, der zu einer insgesamt schwachen Gesamtnote führte.

Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Fahrradträger für die Anhängerkupplung sind, stellen Testberichte generell eine gute Informationsquelle dar. Sie sollten jedoch nicht als einzige Quelle dienen, da sie auch Schwachpunkte haben. Kein Testinstitut oder Fahrrad-Magazin kann alle auf dem Markt erhältlichen Fahrradträger überprüfen. Dafür ist das Angebot einfach zu groß. Es wird immer eine Auswahl getroffen, bei der die meisten Modelle aus dem einen oder anderen Grund nicht berücksichtigt werden. Zudem zeigen sich manche Schwachstellen eines Trägers erst nach längerem Gebrauch. Nicht zuletzt spielt auch der Zufall eine Rolle. Es ist schon vorgekommen, dass Tester ein so genanntes „Montags-Modell“ erwischt hatten, das zufällig Fehler hatte oder Probleme aufwies, die zu einer schlechteren Bewertung aller Modelle der Serie führte.
Deswegen empfiehlt es sich, Informationen auch von anderen Quellen einzuholen. Dazu gehören zum Beispiel Meinungen und Rezensionen von Kunden, die das Produkt bereits gekauft haben und über ihre Erfahrungen berichten. Gute Recherche zahlt sich aus und hilft dabei, teure und ärgerliche Fehlkäufe zu vermeiden.

Quellen:

http://www.mountainbike-magazin.de/test/equipment/acht-fahrradtraeger-fuer-die-anhaengerkupplung-im-test.888732.2.htm#3
http://www.bike-magazin.de/service/bike_wissen/test-2017-fahrradtraeger/a35596-page4.html#start


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