Atera Strada Vario 3 Kupplungsträger: Hochwertiger Marken-Fahrradträger

Mit dem Strada Vario 3 hat die Allgäuer Firma Atera einen faltbaren Fahrradträger auf den Markt gebracht, mit dem sich bis zu drei Fahrräder oder zwei E-Bikes auf der Anhängerkupplung transportieren lassen. Welche Eigenschaften zeichnen den Träger besonders aus?

Zuladung bis zu 64,1 kg

Was die maximal zulässige Tragkraft angeht, ist der Vario 3 unter den faltbaren Fahrradträgern ein echter Schwergewichtskämpfer. Bis zu 64,1 kg dürfen aufgeladen werden. Die erste und die zweite Radschiene sind für bis zu je 30 kg Zuladung ausgelegt, die dritte für 17,5 kg. Damit ist der Vario 3 auch für den Transport von zwei schweren E-Bikes optimal gerüstet. Atera bietet als Zubehör eine einhängbare Auffahrschiene an, damit das Beladen des Trägers mit besonders schweren Bikes nicht zum Kraftakt wird.

Vor der Beladung sollte die Stützlast der Anhängerkupplung berücksichtigt werden.

  • Die maximal zulässige Tragkraft des Fahrradträgers von 64 kg kann nur bei Anhängerkupplungen mit einer Stützlast von mindestens 85 kg bis 175 kg erreicht werden.
  • Bei Beladung mit 3 Fahrrädern muss die Stützlast der Anhängerkupplung mindestens 60 kg betragen. Das Gesamtgewicht aller Fahrräder darf in dem Fall 39,8 kg nicht überschreiten.

Marken-Qualität

Möglich gemacht wird die extrem hohe Zuladung vor allem durch die höchst stabile Rahmenkonstruktion aus Stahl. Ein Materialmix aus Alu und hochfestem PPT sorgt dafür, dass der Vario 3 dabei nicht zu viel Eigengewicht auf die Waage bringt. Mit 20,9 kg ist der Träger auch von einer Person noch gut zu handhaben. Dass der Hersteller eine Produktgarantie von drei Jahren gibt, unterstreicht den wertigen Gesamteindruck noch zusätzlich.

Ansprechende Optik

Auch was das Erscheinungsbild des Vario 3 angeht, hat sich Atera offensichtlich Gedanken gemacht. Das schlanke Design ist stimmig und der Träger wirkt trotz seines Gewichts keinesfalls sperrig, sondern passt sich optisch gut ins Gesamtbild des Fahrzeugs ein. Die großflächigen integrierten Leuchten aus Klarglas sind einerseits funktional, andererseits auch ästhetisch ansprechend gestaltet. Insgesamt wirkt der Träger mit seinen matt eloxierten Aluminiumkomponenten sowohl modern als auch solide.

Komplett zusammenfaltbar

Besonders praktisch ist die gut durchdachte Faltkonstruktion des Vario 3. Die beiden Beleuchtungseinheiten sind jeweils zusammen mit den Aufnahmeschienen für die Räder nach oben klappbar, der Bügel für die Rahmenbefestigung lässt sich nach unten umlegen. Aus den großzügigen Abmessungen von 116 cm x 71 cm x 76 cm (B x H x T) in ausgeklapptem Zustand werden in Sekundenschnelle kompakte 64 cm x 48 cm x 76 cm. So findet sich sowohl für die Aufbewahrung zu Hause als auch für den Transport im Kofferraum mühelos ein Platz.

Montage an der Anhängerkupplung

Der Träger wird komplett vormontiert geliefert und ist sofort einsatzbereit. Nach dem Auseinanderklappen der Faltelemente wird der Träger mithilfe des Spannbügels, der gleichzeitig als Tragegriff benutzt werden kann, auf die Anhängerkupplung aufgesetzt und sofort verspannt. Mit nur einem Handgriff ist der voreingestellte Schnellverschluss fest montiert. Die ergonomische Form und Position des Griffs dürfte für einen sehr geringen Kraftaufwand beim Spannen des Trägers auf der Kupplung sorgen.

Zusätzlich gibt eine integrierte rot-grün-Anzeige dem Anwender die Sicherheit, dass der Träger mit der korrekten Klemmkraft auf der Kupplung sitzt.

Mit einem mitgelieferten Schlüssel wird der Träger auf der Kupplung gegen Diebstahl gesichert.

Komfortable Befestigung der Fahrräder

Der Strada Vario 3 deckt dank seiner flexiblen Befestigungselemente nahezu alle Fahrradgrößen und -geometrien ab. Die Greifarme zur Befestigung der Fahrradrahmen sind einzeln vom Haltebügel abnehmbar und an jeder beliebigen Stelle wieder montierbar. Damit lassen sich auch komplizierte Rahmengeometrien mit Durchmessern zwischen 25 und 80 mm spannen. Dick gepolsterte Kunststoffbänder mit einem Kern aus Stahldraht umschließen das Rahmenrohr vollständig und werden über ein Ratschensystem auf Spannung gebracht: so bald die Spannkraft zu groß wird, springt das Rastband automatisch zum nächsten Rastpunkt über. Die Ratschen sind einzeln abschließbar, gleichzeitig können dann die Greifarme nicht mehr vom Haltebügel gelöst werden, die Bikes sind dadurch gegen Diebstahl geschützt.

Die Laufräder stehen in Radschienen, die mit komfortablen 19 cm Abstand zueinander angeordnet sind. Reifen mit bis zu 2.4 Zoll Breite passen in den Schalen und werden ebenfalls über ein Ratschensystem verspannt. Das ist auch für die meisten der aktuell häufig gefahrenen Reifen ausreichend, für sehr dicke Reifen allerdings nicht. Dafür gibt es speziell das Atera Zubehör mit werkzeuglos austauschbare Rastbänder für bis 4.0 Zoll Reifenbreite.

Technisch innovativ

Gleich zwei neuartige Systeme zum Schutz empfindlicher Bikes hat Atera in seinen Vario 3 eingebaut: den Laufradschutz „Wheel Protection“ und den Rahmenschutz „Frame Protection“.

Wheel Protection

„Wheel Protection“ soll die großen Kräfte, die beim Transport seitlich auf die Räder wirken, weitestgehend ausschalten, um Verformungen der Laufräder zu vermeiden. Um das zu erreichen, sind die frei positionierten Radschalen wie Unterlegkeile geformt.

Frame Protection

„Frame Protection“ dient zum Schutz empfindlicher Rahmen. Um Beschädigungen durch zu hohe Spannkräfte beim Fixieren vorzubeugen, wie z.B. Druckstellen und Lackschäden, sind die Ratschen an den Haltearmen mit Gummi gepolstert und mit einem Überspannschutz ausgestattet, der die maximale Spannkraft begrenzt.

Rollenauszug für einen komfortablen Zugang zum Kofferraum

Eine äußerst komfortable Lösung hat Atera mit dem Rollenauszug entwickelt, der extra viel Platz zwischen Kofferraum und Fahrradträger schafft, selbst bei schon montierten Fahrrädern. Wird die Auszugssicherung gelöst und ein breites Pedal gedrückt, gleitet der komplette Aufbau nach hinten und klappt dann vom Fahrzeug weg. Der Kofferraum wird zum Be- und Entladen bequem zugänglich. Das ist vor allem für Kombifahrer interessant. Sogar bei einigen Transportern und Vans können die Heckklappen mit montiertem Träger geöffnet werden.

Schwachstellen?

Die vorbildliche Konstruktion des Vario 3 gibt kaum Grund zur Kritik. Lediglich einige Verbesserungsvorschläge.

  • Anbringen des Kennzeichens und Bedienungsanleitung: Das Anbringen des Kennzeichens und die Bedienungsanleitung werden von einigen Anwendern bemängelt. Die Klammern zur Befestigung und Sicherung des Kennzeichens lassen sich nur schwer einrasten, dabei ist viel Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung enthält viele Bilder und sehr wenig Text, sodass man sich oft unsicher ist, was genau gemeint ist.
  • Montage am Auto: Der Vario 3 kann nicht wie der Thule EasyFold XT 3 im zusammengeklappten Zustand auf die Anhängerkupplung aufgesetzt werden und besitzt keine Rollen zum einfachen Transport in die Garage.
  • Rahmenbefestigung: Fahrradhaltearme, wie beim Thule EasyFold XT 3, die um den Rahmen greifen, finden einige Kunden besser als die Ratschenhalterungen für den Fahrradrahmen des Atera Strada Vario 3. Man kann außerdem den Druckpunkt der Halterung nicht selbst einstellen, wie das z.B. beim Thule EasyFold XT 3 der Fall ist. Ein Drehmomentbegrenzer fehlt hier und auch das deutlich hörbare Klicken, wenn das richtige Drehmoment erreicht ist. Dieses Klickgeräusch gibt einigen Kunden mehr Sicherheit.
  • Nur zwei Greifarme: Ausgestattet ist der Vario 3 serienmäßig mit zwei Greifarmen zur Befestigung der hinteren beiden Fahrräder auf ihren Transportplätzen. Das dritte Fahrrad wird mithilfe eines Abstandhalters am mittleren Fahrrad gesichert. Werden nur zwei Fahrräder transportiert, müssen diese zwangsläufig auf den hinteren beiden Schienen stehen. Wünschenswert wäre hier eine Ausstattung mit drei kompletten Greifarmen, sodass bei mehr Platzbedarf zwischen den Fahrrädern auch die mittlere Schiene frei gelassen werden könnte. Ein solcher dritter Greifarm ist zwar optional als Zubehör erhältlich, jedoch fallen bei der Anschaffung zusätzliche Kosten an.
  • Der Atera Strada Sport E-Bike ML ist besser für große E-Bikes geeignet, da er breiter ist und über einen größeren Radschienen Abstand von 23 cm verfügt.

Fazit

Der Atera Strada Vario 3 ist ein gut durchdachter, qualitativ hochwertiger und stabil konstruierter Fahrradträger. Er beeindruckt vor allem mit seiner hohen Tragkraft und seinem extra kompakten Faltmaß. Preislich liegt er zwar in der oberen Klasse, punktet dafür aber auch mit hoher Funktionalität sowie innovativen Features zum Schutz der Fahrräder beim Transport. Es gibt jedoch Kunden, die den Thule EasyFold XT 3 bevorzugen, da die Montage am Auto und die Rahmenbefestigungen der Bikes noch unkomplizierter vonstattengehen und das Handling insgesamt noch komfortabler ist. Wenn man bei dem gleichen Hersteller bleiben will, empfiehlt sich eher der Atera Strada Sport E-Bike ML Träger, da dieser noch besser für E-Bikes geeignet ist als der Vario 3.

www.atera.de/atera-strada-vario.html

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