Sommerzeit ist Fahrradzeit – Mit dieser 10-Punkte-Checkliste sind Sie sicher unterwegs

Im Frühjahr und Sommer füllen sich nicht nur die Freibäder, sondern auch die Radwege. Ambitionierte Radsportler, voll bepackte Tourenradler und entspannte Gelegenheitsstrampler tummeln sich gemeinsam auf der Strecke und sorgen so dafür, dass es auf mancher Strecke schon einmal voll werden kann. Radfahren ist eine ideale Sommerbeschäftigung. Ganz gleich, ob es nur in die Eisdiele im Nachbarort geht, zur ambitionierten Tagestour oder gleich in einen mehrtägigen Radurlaub: Gründe den Drahtessel aus Schuppen oder Keller zu holen gibt es zur Genüge. Doch gerade weil Radfahren für viele Menschen eine saisonale Sportart ist, sollten vor jeder Tour einige wichtige Punkte überprüft und beachtetet werden, um sicher und angemessen unterwegs zu sein. Die nachfolgende 10-Punkte-Checkliste will Ihnen helfen sicher unterwegs zu sein, damit das Radfahren für Sie auch sicher zum Vergnügen wird:

1) Reifen

Egal, ob Ihr Rad den Winter über verstaubt im Schuppen stand, oder ob Sie es regelmäßig nutzen: Stellen Sie vor jeder Fahrt sicher, dass Sie auf einwandfreien und voll aufgepumpten Reifen unterwegs sind. Nehmen Sie die Reifen von beiden Seiten kurz in Augenschein und prüfen Sie diese auf eventuelle Beschädigungen. Testen Sie mit einem kurzen Fingerdruck oder einer Luftpumpe den Reifendruck. Wer auf platten Reifen unterwegs ist, verbraucht deutlich mehr Energie, als ein Radler auf ausreichend aufgepumpten Schläuchen.

2) Technik

Der Technikcheck ist besonders wichtig, wenn Ihr Fahrrad längere Zeit nicht genutzt wurde. Machen Sie in diesem Fall vor der ersten Tour eine kleine Probefahrt. Prüfen Sie Gangschaltung, Ketten und Zahnräder. Entfernen Sie groben Schmutz mit einer alten Zahnbürste und pflegen Sie die Kette bei Bedarf mit etwas Kettenfett oder Kettenspray.

3) Verkehrssicherheit und Beleuchtung

Auch bei intensiv genutzten Rädern kann sich hier und da ein Wackelkontakt ergeben. Ebenso können Reflektoren lose werden oder Beleuchtungselemente kaputt gehen. Dies ist zwar bei modernen LED-Beleuchtungen seltener der Fall, als bei anfälligen Glühbirnen. Dennoch sollten Sie vor jeder Fahrt auf eine funktionierende Beleuchtung achten. Auch sichere Bremsen und eine funktionierende Klingel sollten bei der Überprüfung der Verkehrssicherheit mit beachtetet werden.

4) Sitzposition

Hin und wieder wird auch eine Sattelschraube einmal locker oder ein Lenker beginnt zu wackeln. Prüfen Sie deshalb vor allem nach längeren Radpausen die richtige Sitzposition. Im Idealfall sitzen Sie etwas geneigt auf Ihrem Drahtessel mit einem ausreichenden Abstand von Sattel und Lenker, so dass die S-Form Ihrer Wirbelsäule erhalten bleibt und Sie den Kopf für eine gute Sicht nicht in den Nacken legen müssen. Zudem sollten die Arme leicht angewinkelt sein, damit die Hände entlastet werden. Achten Sie auch bei Citybikes darauf, dass der Lenker nicht zu hoch eingestellt ist. Zudem kann eine gute Federung (zum Beispiel in der Sattelstütze) Stöße auf die Wirbelsäule abfedern.

5) Helm

Mittlerweile sollte der Helm zum Fahrrad so selbstverständlich dazu gehören wie der Sicherheitsgurt zum Autofahren. Viel zu groß ist die Gefahr im Falle eines Sturzes ernsthafte Verletzungen davon zu tragen. Dennoch gibt es immer wieder unbelehrbare Radler, die meinen auf die schützende Kopfbedeckung verzichten zu können. Spielen Sie nicht den Helden und nutzen Sie auch bei kurzen Strecken einen Helm. Er bringt nur wenig Komfortverlust, aber ein großes Mehr an Sicherheit,

6) Sonnenschutz

Der angenehme Fahrtwind sorgt dafür, dass Fahrradfahrer den Sonnenschutz manches Mal gern auf die leichte Schulter nehmen. Dies ist jedoch ein großer Fehler. Auch wenn Fahrradfahrer anders als Fußgänger die Sonne nicht drückend heiß spüren, sind sie dennoch nicht weniger der UV-Strahlung ausgesetzt. Schützen Sie gefährdete Körperpartien mit Sonnencreme. Hierzu gehören vor allem die Ohren (auch die Rückseite), Nase und Lippen, aber auch das Dekolleté, Hände und Oberarme, sowie Füße und Oberschenkel. Nehmen Sie auf längere Touren Sonnencreme mit. Achten Sie zudem auf eine schützende Kleidung und auf eine Sonnenbrille zur Schonung Ihrer Augen.

7) Flüssigkeit

Eng verbunden mit dem Faktor Sonnenschutz ist auch die Frage nach ausreichend Flüssigkeit. Ganz gleich, ob Sie eine Trinkflasche gut erreichbar am Fahrrad befestigen, einen Trinkschlauch im Rucksack nutzen, oder zu regelmäßigen Trinkpausen stehen bleiben: Trinken ist Pflicht. Experten empfehlen alle 30 Minuten mindestens 250 ml zu trinken. Da Sie beim Radsport auch viele Minderalien verlieren, sollten Sie vor allem bei längeren Strecken auch darauf achten mineralische Getränke zu sich zu nehmen.

8) Kleidung

Wer nur gelegentlich Rad fährt, braucht ganz sicher keine aufwendige Radsportbekleidung. Dennoch gibt es auch bei der Bekleidung einige Punkte zu beachten, die helfen können das Radfahren angenehmer zu gestalten.
Achten Sie so zum Beispiel auf helle Kleidung, um gut gesehen zu werden. Ziehen Sie Kunstfasern einfacher Baumwollkleidung vor, da Baumwolle zwar Schweiß aufsaugt, diesen aber nicht mehr abgibt. Achten Sie zudem auf bequem sitzende Kleidung, damit nichts reibt, vermeiden Sie aber auch zu weite Bekleidung, damit beispielsweise keine Hosenbeine in die Speichen geraten können. Nehmen Sie in jedem Fall immer eine leichte Regenjacke mit, die vor Kälte und Regen schützt.

9) Streckenplanung

Bei größeren Touren sollte auch die Streckenplanung ein fester Bestandteil der Vorbereitung sein. Dazu gibt es mittlerweile vielfältige Möglichkeiten. Neben klassischen Radwanderkarten, die in den regionalen Touristikzentren erhältlich sind, gibt es mittlerweile auch eine große Auswahl an Online-Tourenkarten. Eine gute Übersicht bietet hier der Tourenschatz des ADFC (www.adfc.de). Für größere Touren kann zudem die Installation einer Radnavigations-App auf dem Smartphone oder die Anschaffung eines eigenen Fahrrad-Navigationssystems nützlich sein.

10) Gadgets

Radfahren darf auch angenehm sein. Im Internet lässt sich mittlerweile ein breites Angebot an Radsportgadgets finden. Egal, ob es nur um den Spaß geht, um technische Hilfsmittel oder um eine erhöhte Sicherheit: Vom zusätzlichen LED-Lichtern über Dynamos mit Handyladefunktion bis hin zu Lenkrad-Vasen bietet die Online-Shopping-Welt ein riesiges Angebot an mehr oder weniger nützlichen Gadgets, die das Radfahren erleichtern sollen.

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