Home » Fahrradträger Ratgeber » Fahrrad mit Fahrradträgern transportieren – Regeln im Ausland

Fahrrad mit Fahrradträgern transportieren – Regeln im Ausland

Ein Fahrradträger ist ein ideales Transportmittel, um die Bikes mit in den Urlaub zu nehmen. Das trifft nicht nur auf Fahrten innerhalb Deutschlands zu, auch im Ausland wird der Fahrradträger gern genutzt, um vor Ort das eigene Rad nutzen zu können und nicht auf klapprige Leihräder angewiesen zu sein.

Andere Länder – andere Sitten

Dieser alte Spruch trifft auch auf Fahrradträger zu, die im Ausland am Fahrzeug mitgeführt werden. In Bezug auf die Sicherheit, Beleuchtung und Nummernschild gelten dieselben Regeln wie in Deutschland. Beleuchtung, Richtungsanzeiger und Bremslichter müssen tadellos funktionieren und das Nummernschild gut lesbar sein. Es geht vor allem um die Kennzeichnung. In den DACH Staaten Deutschland, Österreich und der Schweiz ist keine besondere Kennzeichnung von Fahrradträgern erforderlich. In einigen Ländern muss jedoch überstehende Ladung durch Warntafeln gekennzeichnet werden. Das trifft auf folgende Länder zu:

  • Spanien
  • Portugal
  • Österreich
  • Italien
  • Slowenien
  • Belgien

Spezielle Warntafeln für Fahrradträger sind zurzeit nur in Italien und Spanien Pflicht.

Wie sehen diese Warntafeln aus?

Die Warntafeln müssen aus Blech oder Aluminium bestehen und 50 x 50 cm groß sein. Das Design besteht aus roten und weißen, diagonal verlaufenden Streifen. Die Oberfläche der Warntafeln muss Scheinwerferlicht reflektieren. In beiden Ländern müssen die Warntafeln auch dann angebracht werden, wenn der Fahrradträger gar nicht benutzt wird, sondern zusammengeklappt am Heck mitgeführt wird. Die Warntafeln müssen an allen 4 Ecken befestigt sein, so dass sie sich im Fahrtwind nicht lösen können. In Italien reicht eine Warntafel aus, in Spanien werden dagegen 2 Stück benötigt. Dort gilt die Regel, dass jede breite Ladung (Ladung die über die gesamte Breite des Fahrzeugs reicht), mit 2 Warntafeln gekennzeichnet werden muss. Die Warntafeln müssen nebeneinander angebracht werden, so dass ihre Streifen ein imaginäres, auf den Kopf stehendes „V“ ergeben.

Was muss bei den Warntafeln beachtet werden?

Für Italien und Spanien gibt es unterschiedliche Ausführungen. Die Warntafeln für Italien können nicht in Spanien benutzt werden und umgekehrt. Wer regelmäßig mit dem Fahrradträger in beide Länder reist, kann aber Wendetafeln kaufen, die auf einer Seite das italienische und auf der anderen Seite das spanische Design zeigen. Sie können bei Bedarf einfach umgedreht werden. Für Durchschnittsreisende lohnt sich die Anschaffung aber nicht, weil sie teurer als die einfachen Warntafeln sind. Wer keine oder die falschen Warntafeln mit sich führt, muss in beiden Ländern mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. In Italien beträgt sie mindestens 80 Euro, in Spanien fängt sie bei 200 Euro erst einmal an.

Vor dem Schaden klug sein

Am besten ist es, die Warntafeln rechtzeitig vor Beginn der Reise zu bestellen. Sie sind in Onlineshops für weniger als 30 Euro erhältlich und können gegebenenfalls auch beim Automobilclub bestellt werden. Es gibt sie zwar auch an Tankstellen in der Nähe der Grenze, dort sind sie aber wesentlich teurer. Auf keinen Fall sollten aus Verzweiflung oder falscher Sparsamkeit Provisorien aus Pappe oder Plastik zusammengebastelt werden. Die fallen der Polizei sofort auf und ziehen unweigerlich eine Geldstrafe nach sich. Übrigens müssen die Warntafeln auch dann am Fahrradträger befestigt werden, wenn Italien oder Spanien nur auf einer Transitroute durchquert wird. Vor dem Antritt der Fahrt empfiehlt es sich, beim Automobilclub genaue und vor allem aktuelle Informationen einzuholen.

Quellen und weiterführende Links:


Hat Ihnen der Artikel gefallen?

0 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 50 votes, average: 0,00 out of 5 (0 votes, average: 0,00 out of 5)
You need to be a registered member to rate this.
Loading...