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E-Bike Akku ersetzen oder E-Bike neu kaufen?

E-Bike Akku ersetzen oder E-Bike neu kaufen?

Wenn trotz einer intensiven Pflege ein E-Bike Akku nicht mehr das an Reichweite hergibt, was er sollte und man die Leistung seines E-Bikes wieder steigern möchte, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die in Erwägung gezogen werden sollten. Die wohl einfachste aber auch kostenintensivste Maßnahme, um möglichst schnell wieder ein komplett funktionstüchtiges Pedelec mit einer angemessenen Reichweite sein Eigen nennen zu können, ist die Neuanschaffung eines E-Bikes, was sich zwar nach einem sehr radikalen Schritt anhört, aber unter Umständen die beste Lösung sein kann. Wenn man sein Pedelec aber lieb gewonnen hat und außer dem Akku noch alles einwandfrei funktioniert, kann auch die Anschaffung eines neuen E-Bike Akkus sinnvoll sein. 

In einigen wenigen Fällen kann auch eine Reparatur des Akkus angesagt sein, was aber nicht bei allen Akkus möglich ist und in der Regel auch nur dann in Erwägung gezogen werden sollte, wenn Fachleute dazu raten.

Woran man erkennt, das ein E-Bike Akku seine Lebensdauer überschritten hat

Da moderne Lithium-Ionen-Akkus sehr robust sind, ist es eher selten, dass diese komplett ihren Geist aufgeben und gar nicht mehr funktionieren. Das auftretende Problem besteht eher in einem erheblichen Leistungsabfall, der die gewohnte Nutzung eines E-Bikes stark einschränken kann. So kann man davon ausgehen, dass ein Akku der mehr als 1000 mal geladen wurde und eine Laufleistung von 30.000 bis 40.000 Kilometern hinter sich hat, 30-40 Prozent weniger Leistung bringt als ursprünglich. Aufgrund der Tatsache, dass der Akku zu diesem Zeitpunkt noch funktioniert, liegt es im Ermessen des Nutzers, wann für ihn die Lebensdauer seines Akkus überschritten ist und er nicht mehr die Nachteile in Kauf nehmen möchte, die sich durch einen leistungsschwachen Akku ergeben. 

Warum der Neuerwerb eines E-Bikes bei einem kaputten Akku sinnvoll sein kann

Da man davon ausgehen kann, dass ein E-Bike schon einige Jahre intensiv genutzt wurde, wenn der Akku seinen Geist aufgegeben hat, beziehungsweise soviel an Kapazität eingebüßt hat, dass man das Pedelec nicht mehr so nutzen kann, wie man es möchte, sollte man in so einem Fall prüfen ob alle anderen Komponenten des E-Bikes, um das es geht noch alltagstauglich sind. Denn durch stetige Weiterentwicklung von E-Bikes und deren Einzelteilen, könnte es in so einer Situation Sinn machen ich ein neues Pedelec anzuschaffen, um in den Genuss der neuesten Technologien zu kommen, die in der Regel auch den Fahrspaß erhöhen.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man ein perfekt aufeinander abgestimmtes E-Bike nutzen kann und sich nicht damit beschäftigen muss einen für sein E-Bike passenden Akku aufzutreiben, der mit allen anderen Systemen des E-Bikes kompatibel ist, was insbesondere bei älteren und von nicht so namhaften Herstellern angebotenen Pedelecs häufig der Fall ist. 

Da die Anschaffung eines neuen Akkus auch schnell mit 500 Euro oder mehr zu Buche schlagen kann, sollte man es sich gut überlegen, ob so eine Investition lohnenswert ist, wenn man auf der anderen Seite damit rechnen kann, dass innerhalb der nächsten Jahre nach Anschaffung eines neuen Akkus eventuell Beschädigungen an anderen Komponenten des E-Bikes eine Weiternutzung unmöglich machen.

Nachteile beim Erwerb eines neuen E-Bikes

Der wohl größte Nachteil an der Variante ein neues E-Bike zu erwerben, wenn der Akku des bisher genutzten Pedelecs nicht mehr einwandfrei funktioniert, ist der in der Regel recht hohe Anschaffungspreis für ein neues E-Bike. Insbesondere wenn außer dem Akku noch alle Teile des Pedelecs gut funktionieren und man sich an das Fahrrad gewöhnt hat, kann der Austausch des Akkus die bessere Alternative sein.

Wenn man sich dazu entschieden hat seine Akkulaufleistung durch den Austausch des Akkus wieder zu verbessern,  sollte dies aber gut durchdacht sein. Denn insbesondere bei Pedelecs weniger namhafter Hersteller könnte das Problem auftreten, keinen passenden Ersatz-Akku für sein Antriebssystem zu finden.

Nicht jeder Leistungsabfall eines E-Bike Akkus deutet auf einen dauerhaften Kapazitätsverlust hin

Bevor man weitere Schritte unternimmt, um seinen vermeintlich leistungsschwächeren Akku zu reparieren, auszutauschen oder ein neues E-Bike zu kaufen, sollte man sich bewusst sein, dass ein Akku auch durch äußere Einflüsse temporäre Leistungsschwankungen haben kann. So ist es normal, dass ein E-Bike Akku während der Wintermonate an Kapazität einbüßt. Bei handelsüblichen Lithium-Ionen-Akkus kann es bei kalten Außentemperaturen zum Beispiel zu einem Kapazitätsverlust von bis zu 25 Prozent kommen, der aber bei wärmeren Temperaturen wieder ausgeglichen wird. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bedingt durch die Kälte weniger Ionen vom Minuspol des Akkus zum Pluspol des Akkus gelangen können, was unmittelbar zu einer geringeren Leistung des Akkus führt. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, empfiehlt es sich bei niedrigen Außentemperaturen den Akku stets in einer warmen Umgebung aufzuladen und ihn erst kurz vor Antritt einer Fahrt mit dem E-Bike, wieder an diesem zu montieren. Eine Möglichkeit den Akku in der kalten Jahreszeit sogar während der Fahrt warmzuhalten, bieten spezielle Schutzcover aus Neopren. Insbesondere wenn die Straßen und Wege bei wirklich frostigen Temperaturen gestreut werden, ist ein Neopren-Schutzcover sehr ratsam, da dies auch verhindert, das der empfindliche Akku mit Streusalz in Berührung kommt.


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