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Thule Fahrräderhalter ProRide (Vergleich zu FreeRide und ProRide)


Die schwedischen Konstrukteure von Thule haben mit dem ProRide 598 einen innovativen Dachfahrradträger konstruiert, der die Montage besonders schnell und bequem gestalten soll.

Höchste Standards für Sicherheit

Die wertige und tadellose Verarbeitung des ProRide ist keine Überraschung, ist man von Thule doch nichts anderes gewohnt. Der komplett vormontierte Fahrradträger wird bereits einbaufertig geliefert und ist sofort einsatzbereit. Es ist keinerlei Werkzeug zur Montage erforderlich. Als Nachfolgemodell des 591 wurde der 598 in Design und Handling nochmals überarbeitet. Das Update macht sich bis in die Details bemerkbar: Der neue ProRide präsentiert sich ergonomisch, bedienerfreundlich und gut durchdacht von seiner besten Seite.















Der Materialmix aus eloxiertem Aluminium und Kunststoff macht das geringe Eigengewicht von 4,2 kg möglich. Damit ist die Montage auf dem Dachträger auch für eine Einzelperson kein Problem. Beladen werden darf der ProRide mit großzügigen 20 kg. E-Bikes sind damit zwar leider nicht transportierbar, allerdings wird auch kaum jemand sein E-Bike auf dem Fahrzeugdach transportieren wollen. Die Konstrukteure von Thule erfüllen mit dem ProRide alle Standards in Sachen Sicherheit. Sowohl im City Crash Test mit Aufprallgeschwindigkeiten von 30 km/h als auch in Tests mit schnellen Ausweichmanövern bleiben die Bikes fest auf ihren Transportplätzen stehen.

Einfache Befestigung auf dem Dachträger

Der Thule ProRide kann an fast allen Dach-Grundträgern befestigt werden. Er ist mit einem Schnellspann-System ausgestattet, sodass zur Fixierung auf den Querstreben kein Schrauben nötig ist. T-Nut-Adapter der Größe 20 x 20 mm sind im Lieferumfang enthalten. Damit kann der ProRide auf den Thule Dachträgern WingBar, SlideBar, AeroBar sowie auf Trägern anderer Hersteller mit 20 mm-Nuten montiert werden. Mit optional erhältlichen 24 x 30 mm T-Nut-Adaptern beziehungsweise Adapter-Kits für rechteckige oder ovale Strebengeometrien wird der ProRide problemlos für alle sonstigen Dachträger verschiedenster Hersteller kompatibel gemacht. Über drei Schnellspannhebel, ähnlich denen, die man vom Sattelrohr oder den Laufrädern am Fahrrad bereits kennt, wird er auf den Querträgern angeclipst. Das Spannsystem ist auf dem Grundträger abschließbar, sodass der Radträger nicht unbefugt abgenommen werden kann.

Spiegelverkehrte Montage möglich

Selbstverständlich können mehrere Träger nebeneinander auf dem Dachträger montiert werden. Dafür haben sich die Konstrukteure etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Damit die Bikes in zueinander entgegengesetzten Richtungen aufs Dach gestellt werden können und man trotzdem von beiden Fahrzeugseiten aus immer bequem an die jeweiligen Bedienelemente zum Sichern kommt, kann der ProRide schnell und werkzeuglos in eine spiegelverkehrte Variante umgebaut werden. Dazu wird lediglich die Einheit mit dem Haltearm von der Schiene gelöst und umgekehrt wieder befestigt. Auch die Radschuhe mit den Befestigungsbändern für die Felgen können umgekehrt positioniert werden, sodass man die Ratschenverschlüsse stets gut erreichen kann.

Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Bedienungsanleitung, die die vorgenannten Anpassungen klar und verständlich abbildet. Damit können Fehler bei der Bedienung praktisch ausgeschlossen werden.

Rahmen schonende Fixierung der Bikes

Besonders bedienerfreundlich gestaltet wurde der Rahmenhalter, der das Fahrrad in aufrechter Position hält. Das Unterteil der Rahmenhalter-Klaue ist mit einer Verlängerung ausgestattet, die das Fahrrad sofort stabilisiert, sobald der Rahmenhalter aufgestellt und das Fahrrad in die Transportschiene gestellt wird. Der Rahmenhalter kann somit gespannt werden, ohne dass das Fahrrad dabei umkippen kann oder festgehalten werden muss. Der Drehknopf zum Schließen der Klaue befindet sich unten an der Basis des Trägers und damit in angenehmer Greifhöhe.

Absolut clever gelöst ist das Spannen des Rahmens. Die Spannkraft zur Fixierung des Rahmens wird über elastische Gummipolster mit einer speziellen Wabenstruktur auf eine großzügig dimensionierte Kontaktfläche verteilt. Die Polster passen sich exakt an die Rahmengeometrie an und beugen dadurch Druckschäden am Lack oder an außen verlegten Bowdenzügen vor. Der Rahmenhalter ist kompatibel mit runden Rahmendurchmessern zwischen 22 und 80 mm sowie ovalen Rahmenquerschnitten von bis zu 80 x 100 mm. Super durchdacht ist die in den Drehknopf integrierte Spannkraftbegrenzung. Bei einem Drehmoment von 7 kN ist die optimale Spannkraft erreicht und es ist ein deutliches Klicken zu hören. Zu starkes oder zu schwaches Anziehen wird dadurch vermieden. Auch die Drehknöpfe sind abschließbar und die Fahrräder damit vor Diebstahl geschützt. Der ProRide ist kompatibel mit dem Thule One Key System, das heißt, dass alle Schlösser mit demselben Schlüssel verriegelt werden können.

Optimierte Felgenhalter

Der ProRide ist mit flexiblen Radschuhen ausgestattet, die exakt an den jeweiligen Radstand angepasst werden können. Bis zu 3.0 Zoll breite Reifen stehen sicher in den Schuhen, breitere Reifen bis zu 5.0 Zoll bekommen im optional erhältlichen Fat Bike Adapter aus dem Thule Sortiment festen Stand. Mithilfe der beiden Felgenhaltebänder werden die Felgen in den Radschuhen festgezogen. Die Bänder sind diagonal angebracht, was eine größere Kontaktfläche und damit eine bessere Verteilung der Haltekraft zur Folge hat: Die Laufräder stehen nahezu wackelfrei in den Halterungen. Die Schnellverschlüsse mit Ratschenfunktion erlauben ein Spannen und Lösen in Sekundenschnelle und mit denkbar geringem Kraftaufwand. Zur Schonung der Felgen spendiert Thule spezielle Felgenschutzkissen, die über die Haltebänder gezogen werden und Beschädigungen an sehr empfindlichen Felgen vorbeugen sollen. Werden die Haltebänder nicht benötigt, können sie in extra dafür vorgesehenen Laschen verstaut werden, damit sie beispielsweise beim Aufladen der Bikes nicht im Weg sind.

Kritikpunkte

Bei einem dermaßen gut konstruierten Produkt wie dem Thule ProRide muss man schon sehr genau suchen, um begründete Punkte zur Kritik zu finden. Lediglich in Einzelfällen berichten Anwender über Probleme beim Spannen von Damenrad-Geometrien. Da der Rahmenhalter konstruktionsbedingt eine fixe Länge aufweist, kann der Abstand zum Ober- beziehungsweise Unterrohr nur über ein Verstellen der Radschuhe variiert werden, was möglicherweise etwas umständlich erscheint, aber durchaus machbar ist.

Einige Kunden würden sich auch wünschen, dass die Adapter zur Montage des ProRide auf rechteckigen und ovalen Querschnitten von Dachträgern ohne T-Nut standardmäßig im Lieferumfang enthalten wären, da diese Montagevariante vergleichsweise häufig vorkommt.

Vergleich mit den Modellen FreeRide und UpRide

Ebenfalls aus dem Hause Thule stammen die beiden Dachträgermodelle FreeRide und UpRide. Die Montage dieser Modelle am Grundträger basiert auf demselben Prinzip wie beim ProRide und ist daher genauso schnell und unkompliziert erledigt. Auch die Qualität der Verarbeitung ist bei allen drei Trägern ähnlich hochwertig. Selbst beim günstigeren Modell FreeRide spart Thule nicht an der technischen Ausführung der Komponenten. Eine Diebstahlsicherung aller Träger versteht sich von selbst. Die Lieferung erfolgt bei allen Varianten komplett vormontiert.

Der FreeRide gilt als „kleiner Bruder“ des ProRide und bietet zwar nicht ganz so viele innovative Features, erfüllt aber sehr zuverlässig seine Aufgabe. Die verbauten Teile sind aufgrund ihrer Geometrie etwas preisgünstiger in der Herstellung und nicht ganz so edel designet, sind jedoch ebenfalls solide ausgeführt und vermitteln ein sicheres Fahrgefühl. Mit 17 kg Tragkraft packt der FreeRide zwar etwas weniger an Zuladung, was aber für die meisten Fahrräder immer noch ausreichend bemessen sein sollte.

Der wohl signifikanteste Unterschied besteht in der Art, wie der Rahmen gehalten wird. Während beim ProRide die Klaue des Rahmenhalters von oben und unten zupackt, schließen sich die beiden Spannbacken am FreeRide seitlich um das Rohr. Gespannt wird über einen Exzenterhebel, der auf Höhe der Spannbacken positioniert und somit nicht ganz so bequem zu erreichen ist. Das Spannen ist mit einem einzigen Handgriff erledigt, schneller geht es wohl kaum. Hier ist jedoch keine automatische Begrenzung der Klemmkraft vorgesehen, beim erstmaligen Einstellen des Exzenterhebels ist also etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Befestigt werden können am FreeRide nur Rahmen mit bis zu 70 mm Durchmesser oder ovale Querschnitte mit bis zu 65 x 80 mm. Damit ist er eher für konventionellere Rahmengeometrien geeignet. Die Laufräder werden auch an diesem Modell mit Ratschenbändern befestigt, allerdings in einer etwas einfacheren aber fast genauso funktionellen Ausführung.

Völlig neuartig ist dagegen das Konzept des UpRide. Die Rahmengeometrie des Bikes spielt absolut keine Rolle mehr, da Kontaktstellen zwischen Träger und Rahmen nicht existieren. Damit eignet sich der UpRide wie kein anderer für den Transport von Fahrrädern mit Karbonrahmen oder unkonventionellen Geometrien. Gehalten wird das Fahrrad nämlich nicht am Rahmen, sondern am Vorderrad. Das bedeutet, dass der UpRide nahezu alle Arten und Größen von Fahrrädern aufnehmen kann, ungeachtet der Form, der Art der Federung, des Bremssystems oder der Radgröße und -breite.

Zur Befestigung des Bikes am UpRide wird ein Haltebügel mithilfe einer integrierten Skala auf den zu spannenden Reifendurchmesser ausgezogen und aufgestellt. Das Fahrrad wird auf die Schiene gesetzt und mit dem Vorderrad gegen den Haltebügel geschoben. Von unten wird nun ein zweiter Bügel nach oben geklappt, der das Vorderrad von der Rückseite her umschließt und mit einem Ratschensystem auf Spannung gebracht wird. Eine prismenförmige Nut in beiden Haltebügeln sorgt dafür, dass das Rad zentriert eingespannt ist und sich nach keiner Seite hin mehr bewegen kann. Das Hinterrad wird wie gewohnt fixiert, der dafür vorgesehene Radschuh mit Ratschenverschluss und Felgenschoner ist der gleiche, wie der am ProRide.

Da das Fahrrad bei diesem Träger nicht wie beim ProRide über einen abschließbaren Greifarm gegen Diebstahl gesichert werden kann, hat Thule in der Rückseite der Radschiene ein ausziehbares Kabelschloss integriert, mit dem der Rahmen am Träger gesichert werden kann. Fahrräder mit Größen zwischen 20 und 29 Zoll, Radstände bis 1240 mm und Reifenbreiten bis zu 3.0 Zoll, mit Fat Bike Adapter sogar bis zu 5.0 Zoll, sind für den UpRide kein Problem. Damit hat er gegenüber dem ProRide bei vielen Spezialaufgaben die Nase vorn.

Fazit

Ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der FreeRide, der vor allem für konventionelle Transportaufgaben ausgelegt ist und die Basisanforderungen an einen Fahrradträger mit Bravour erfüllt. Beim UpRide muss man zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, ist dafür aber absolut unabhängig, was Material und Geometrie des Fahrradrahmens angeht. Der ProRide überzeugt vor allem mit seiner einfachen Handhabung und einer bis in kleinste Details durchdachten Konstruktion. Die Schweden haben hier ganze Arbeit geleistet und einen erstklassigen Fahrradträger abgeliefert, der seinen Preis auf jeden Fall wert ist.

https://www.thule.com/de-de/de/bike-rack/roof-bike-racks/thule-proride-_-598001

https://www.thule.com/de-de/de/bike-rack/roof-bike-racks/thule-freeride-_-532002

https://www.thule.com/de-de/de/bike-rack/roof-bike-racks/thule-upride-_-599001


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