Home » Fahrradträger Test und Kaufberatung

Fahrradträger Test und Kaufberatung

ZUM TEST VON THULE EASYFOLD XT 3 FAHRRADTRÄGER

Das Fahrrad ist das in Deutschland am weitesten verbreitete Verkehrsmittel. Statistisch gesehen kommt auf fast jeden Bundesbürger ein Fahrrad. Viele Menschen möchten auch im Urlaub nicht auf ihr geliebtes Rad verzichten. Darum gibt es die unterschiedlichsten Trägersysteme für Fahrräder.In manchen touristisch interessanten Regionen verkehren zum Beispiel Busse mit Anhängern für Fahrräder. Züge verfügen über besondere Abteile zur Mitnahme von Fahrrädern. Selbst für Motorräder wurden schon Fahrradträger gebaut. In diesem Ratgeber geht es jedoch um Fahrradträger für Pkw.

Welche Arten von Fahrradträgern gibt es?

Ein Fahrradträger dient dazu, Fahrräder sicher zu befestigen und mit einem anderen Fahrzeug zu transportieren. Dabei muss das Fahrrad so sicher festgemacht sein, dass es weder das Transportfahrzeug noch andere Fahrzeuge gefährdet und auch selbst keinen Schaden nimmt. Da Fahrräder (mit der Ausnahme von Klapprädern) im Allgemeinen sehr sperrig sind, bietet ein Fahrradträger oft die einzige Möglichkeit, um das Rad mit einem anderen Fahrzeug zu transportieren. Folgende Trägersysteme werden verwendet:

  • Dachträger
  • Kupplungsträger
  • Heckträger
  • Deichselträger
  • Innenraumträger

In den folgenden Abschnitten werde ich die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme näher erläutern.

Dachträger

Für viele Jahre war ein Dachgepäckträger die einzige erlaubte Art und Weise, mit dessen Hilfe in Deutschland ein Fahrrad mit dem Auto transportiert werden durfte. Deswegen ist auch heute noch dieses Trägersystem weit verbreitet. Dachträger sind jedoch nicht unproblematisch und haben sowohl ihre Vor- als auch Nachteile.

Vorteile des Dachträgers

Im Vergleich mit anderen Trägersystemen sind Dachträger relativ günstig. Sie sind für beinahe jeden Fahrzeugtyp erhältlich und können in der Regel ohne größeren Aufwand an den Befestigungspunkten, die für den Dachgepäckträger vorgesehen sind, montiert werden. Die meisten Modelle im Angebot erlauben den sicheren und schonenden Transport selbst von empfindlichen Rädern mit Carbon-Rahmen. Sie verändern die Grundfläche des Fahrzeugs nicht und nehmen keinen zusätzlichen Stauraum ein.

Nachteile des Dachträgers

Die Trägersysteme haben Einfluss auf das Fahrverhalten des Autos. Sie machen das Fahrzeug anfälliger gegen Seitenwind und können unter Umständen schleudernde Bewegungen verursachen. Zudem ist das Beladen ein Problem. Besonders Fahrräder mit stabiler Konstruktion wie Mountainbikes oder E-Bikes sind wahre Schwergewichte und können um die 20 Kilogramm auf die Waage bringen. Zum Festzurren muss das Bike umgedreht und auf das Dach gehoben werden, ein echter Kraftakt! Dazu kommen noch weitere Faktoren. Durch den Dachträger wird das Auto viel höher. Das kann bei Einfahrten in Parkhäuser oder Garagen Probleme bereiten. Mit einem Dachträger darf eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten werden. Dadurch verlängert sich die Reisezeit zum Urlaubsziel. Gleichzeitig steigt auch der Kraftstoffverbrauch, weil der Luftwiderstand durch den Dachträger höher wird.

 Anhängekupplungs-Fahrradträger

Bei diesem Trägersystem werden die Fahrräder auf einem eigens dafür gebauten Anhänger transportiert, der mittels einer Anhängerkupplung vom Transportfahrzeug gezogen wird. Ebenso wie die andere Variante, der Heckträger, wurde der Kupplungsträger zuerst in den Niederlanden bekannt und verbreitete sich nach und nach auch in Deutschland. Damit der Kupplungsträger auf öffentlichen Straßen benutzt werden kann, benötigt er eine Betriebserlaubnis und muss mit der entsprechenden Beleuchtung und Bremsanlage versehen sein.

Vorteile des Kupplungsträgers

Der Kupplungsträger ist als Transportsystem für Fahrräder sehr beliebt, weil er einen sicheren und bequemen Transport auch von mehreren Rädern erlaubt. Je nach Modell können damit bis zu 4 Räder gleichzeitig transportiert werden. Im Vergleich zu einem Dachträger ist das Beladen eines Kupplungsträgers ein Kinderspiel. Es gibt sogar spezielle Schienen, auf denen die Räder auf den Anhänger geschoben werden können. Das Fahrverhalten des Fahrzeugs ändert sich durch den Kupplungsträger kaum. Auch der Kraftstoffverbrauch steigt nur im geringen Maße.

Nachteile des Kupplungsträgers

Der größte Nachteil ist der hohe Preis. Gute Kupplungsträger kosten mehrere Hundert Euro. Für die Zulassung auf öffentlichen Straßen wird ein eigenes Kennzeichen benötigt. Der Kupplungsträger muss in manchen Ländern mit speziellen Warnschildern versehen werden. Der Kupplungsträger kann nur verwendet werden, wenn eine entsprechende Anhängerkupplung am Fahrzeug vorhanden ist. Er schränkt unter Umständen den Zugang zum Kofferraum ein und nimmt in der Garage viel Platz weg, wenn er nicht benutzt wird.

Heckträger

Dieses Trägersystem ist eine gute Alternative zum Kupplungsträger und eignet sich besonders für Fahrzeuge mit Steilheck, Kombis oder Vans. Dieses Trägersystem besteht aus einem Rahem mit integrierter Halterung für die Fahrräder. Sie werden damit quer zur Fahrtrichtung transportiert. Die seitliche Befestigung des Heckträgers erfolgt mit Haltegurten, die ein Verrutschen des Trägers verhindern.

Vorteile des Heckträgers

Der Heckträger ist ein relativ günstiges Trägersystem, dessen Montage nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt. Er eignet sich für nahezu alle Pkws mit Schräg- oder Stufenheck, Kleinbusse und Vans. Das Fahrverhalten des Fahrzeugs wird durch den Heckträger nicht beeinträchtigt. Wenn der Heckträger nicht benötigt wird, kann er trotzdem am Fahrzeug verbleiben. Bis zu 4 Fahrräder können sicher transportiert werden. Zum Be- und entladen ist kein großer Kraftaufwand erforderlich.

Nachteile des Heckträgers

Das Trägersystem versperrt die Sicht nach hinten. Der Kofferraum ist bei beladenden Träger nicht oder nur schwer zugänglich. Werden durch die zu transportierenden Bikes Beleuchtung oder Kennzeichen des Fahrzeugs verdeckt, sind diese am Heckträger anzubringen. Ein Heckträger erhöht den Kraftstoffverbrauch in noch stärkerem Maße als ein Dachträger. Weil das Auto mit einem voll beladenen Heckträger nach hinten länger wird, kann es Schwierigkeiten beim Manövrieren oder Einparken geben.

Deichselträger

Deichselträger sind Trägersysteme, die auf die Deichsel montiert werden. Sie werden bei Wohnwagen verwendet. Schon günstige Modelle können ohne Mühe 2 Fahrräder aufnehmen. Höherwertige Ausführungen bieten auch Platz für 3 Fahrräder.

Vorteile des Deichselträgers

Der Deichselträger benötigt keinen zusätzlichen Platz. Weder das Fahrverhalten noch die Abmessungen des Fahrzeugs werden durch ihn negativ beeinflusst. Auch der Mehrverbrauch an Kraftstoff hält sich in Grenzen. Die Verladung der Bikes ist ohne große Mühe möglich.

Nachteile des Deichselträgers

Die Kapazität des Deichselträgers ist begrenztrr und wird durch die Stützlast der Deichsel bestimmt. Bei Deichselkästen ohne Klappmechanismus müssen die Räder erst entladen werden, um Zugang zum Deichselkasten zu bekommen. Bei engen Kurvenfahrten oder beim Manövrieren können die Fahrräder an das Fahrzeug oder den Wohnwagen stoßen und Beschädigungen verursachen.

Innenraumträger

Auf den ersten Blick scheint dieses Trägersystem das am besten geeignete zu sein, werden doch mit seiner Hilfe die Fahrräder im Fahrzeuginnenraum transportiert. Es gibt Systeme für den Innenraum und andere für den Kofferaum.

Vorteile des Innenraumträgers

Die Fahrräder werden sicher und vor Nässe und Schmutz geschützt transportiert. Auch der Diebstahl eines Bikes ist nur schwer möglich. Die Innenraumträger sind relativ preisgünstig und lassen sich leicht montieren. Das Verhalten des Fahrzeugs und der Kraftstoffverbrauch werden durch einen Innenraumträger kaum negativ beeinflusst.

Nachteile des Inmnenraumträgers

Das Trägersystem nimmt viel Platz im Fahrgastraum ein und eignet sich daher nur für Singles oder Paare, nicht aber für Familien. Vor der Verladung der Bikes ist eine teilweise Demontage (meistens der Vorderräder) erforderlich). Durch die Fahrräder kann der Innenraum des Fahrzeugs verschmutzt oder beschädigt werden.

Worauf sollte beim Kauf eines Fahrradträgers geachtet werden?

Zunächst einmal sollte man sich für das am besten geeignete Trägersystem entscheiden. Wer zum Beispiel Single ist und ein hochwertiges Rad besitzt, das sehr empfindlich ist, sollte sich am besten einen Innenraumträger zulegen. Damit wird das edle Bike sicher vor Regen und Dieben transportiert. Wenn das Fahrzeug bereits eine Anhängerkupplung hat, ist ein Kupplungsträger die beste Wahl. Bei Fahrzeugen mit Steilheck oder Vans ist ein Heckträger eine günstige Alternative. Wer dagegen nur ab und zu ein Fahrrad transportiert, ist mit einem Dachträger gut beraten.
Vor dem Kauf eines Fahrradträgers sollte zudem unbedingt ein Blick in die Fahrzeugpapiere geworfen werden. Nicht jeder Pkw eignet sich für jedes Trägersystem. Besonders bei Kupplungsträgern und Dachträgern gilt es, die zulässige Belastung strikt einzuhalten. Verschiedene Trägersysteme können nicht willkürlich montiert werden, sondern benötigen eine Betriebserlaubnis.
Nutzer sollten auch daran denken, wo sie den Fahrradträger aufbewahren, wenn er gerade nicht benutzt wird. Große Kupplungsträger können in der Garage viel Platz wegnehmen. Es gibt auch Systeme, die zusammengeklappt werden können, diese sind aber recht teuer.

Eine Rolle beim Kauf spielt auch, wie aufwendig die Arbeiten bei der Montage und beim Be- und Entladen der Fahrräder sind. Es gibt universell einsetzbare Trägersysteme, die für eine ganze Reihe unterschiedlicher Fahrzeugtypen verwendet werden können. In der Mehrzahl der Fälle ist es jedoch besser, ein Trägersystem zu wählen, das speziell für das jeweilige Fahrzeug als Zubehör im Fachhandel angeboten wird.

Ein Trägersystem ist beim Gebrauch großen Belastungen ausgesetzt. Versagt es, können schwere Unfälle passieren, bei denen Menschen verletzt oder gar getötet und hohe Sachschäden verursacht werden. Um das zu vermeiden, ist es ratsam, die Finger von Billigprodukten zu lassen und lieber auf bewährte Markenqualität zu setzen.

Wenn man sich im Klaren darüber ist, welches Trägersystem sich für das eigene Fahrzeug am besten eignet, kann man sich im Internet ausführlich informieren. Dort gibt es neben ausführlichen Produktbeschreibungen auch Testberichte, Kaufempfehlungen und Reviews anderer Kunden. Solche Informationen helfen dabei, ein eigenes Urteil zu bilden und teure Fehlkäufe zu vermeiden.

Auch in anderer Hinsicht zahlt sich Markenqualität bei Trägersystemen aus. Für die Systeme bekannter Hersteller gibt es auch noch Jahre nach dem Kauf Ersatzteile und Zubehör zu kaufen. Dadurch kann die Lebensdauer des Fahrradträgers erheblich verlängert werden.

Thule Fahrradträger: Was zeichnet sie aus?

Thule ist eine schwedische Firma, die bereits 1942 gegründet wurde. In den ersten Jahrzehnten stellte Thule hauptsächlich Dachgepäckträger her. Später kamen dann Skiboxewn dazu. Seit 1992 fertigt Thule auch Fahrradträger. Thule Trägersysteme gehören zu den beliebtesten auf dem Markt. Es gibt sie in den Ausführungen als:

  • Dachträger
  • Kupplungsträger
  • Heckträger

Alle Thule Kupplungsträger sind mit dem 13-poligen Steckersystem ausgerüstet und besitzen die EU-Betriebserlaubnis. Alle Modelle erfüllen die Anforderungen der City-Crash-Norm. Die Teile der Thule Heckträger, die an der Karosserie anliegen, sind mit einem Gummiüberzug versehen, damit der Lack nicht zerkratzt wird. Thule hat ebenfalls Deichselträger der Reihe Caravan im Programm.

Generell gilt, dass ein Trägersysteme von Thule eine gute Wahl ist. Es gibt passende Systeme für beinahe jedes Fahrzeug. Zum Sortiment gehört auch ein umfangreiches Sortiment an Zubehör und Adaptern. Gegenwärtig gibt es mehr als 140 Thule Trägersysteme und Zubehör auf dem Markt. Die Preise reichen von ungefähr 80 bis um die 770 Euro.

Uebler Fahrradträger: Was zeichnet sie aus?

Uebler ist ein deutsches Familienunternehmen, das 1965 gegründet wurde. Anfangs stellte Uebler noch Abschleppseile und -ösen her, später verlegte sich die Firma aber auf die Produktion von Fahrradträgern. Uebler ist für seine Qualitätsprodukte bekannt und bei den Verbrauchern beliebt. Auch bei Vergleichstests schnitten Fahrradträger von Uebler mehrfach mit sehr guten Ergebnissen ab. Die Firma gewährt auf ihre Produkte 3 Jahre Garantie.

Zum Fertigungsprogramm gehören überwiegend Kupplungsträger und Heckträger. Dachträger werden dagegen von Uebler nicht angeboten. Kupplungsträger von Uebler sind leicht und kompakt. Ihr Markenzeichen ist der Fakt, dass sie sich nach der Verwendung platzsparend zusammenklappen lassen. Weil die Kupplungssysteme die Rücklichter und das Kennzeichen des Autos verdecken, sind alle Uebler Kupplungsträger mit einem 13-poligen Stecker, einem Kennzeichenhalter und zusätzlichen Rücklichtern ausgerüstet. Bei den Heckträgern ist das nicht erforderlich, weil sie weder Rücklichter noch Kennzeichen verdecken. Gegenwärtig gibt es etwas mehr als 30 Uebler Fahrradträger auf dem Markt. Ihre Preise reichen von etwa 150 bis 850 Euro.

Wichtige Fahrradträger Tests

Beim Test der Fahrradträger spielen verschiedene Punkte eine Rolle. Dazu gehören unter anderem:

Montage

Bei diesem Punkt zählt beispielsweise, wie leicht sich der Träger am Fahrzeug befestigen lässt und auch ob der Träger zuvor erst zusammengebaut werden muss.

Handhabung

Bei diesem Punkt wird getestet, wie sicher die Räder mit dem Trägersystem transportiert werden können, ob sie gegeneinander stoßen oder nicht und wie leicht sie am Fahrradträger festgemacht werden können.

Fahrverhalten

In diesem Teil des Tests wird untersucht, ob und in welchem Umfang der Fahrradträger das Fahrverhalten des Autos beeinflusst.

Verbrauch

Um den Mehrverbrauch mit einem Fahrradträger zu ermitteln, wird eine Teststrecke mit konstanter Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern befahren. Beim ersten Mal wird der Weg ohne, beim zweiten Mal mit Fahrradträger zurückgelegt.

Bei insgesamt 5 Testreihen wurden insgesamt 37 Fahrradträger verschiedener Hersteller getestet. Es wurden Fahrradträger der Bauart Innenraumträger, Heckträger, Kupplungsträger und Dachträger untersucht.

Bei diesen Test hat sich folgendes Ergebnis heraus kristallisiert: Das beste System, um seine Fahrräder sicher und bequem zu transportieren, ist ein Kupplungsträger. Er hat keine negativen Auswirkungen auf das Fahrverhalten, treibt den Verbrauch nicht in die Höhe und lässt sich mit wenigen Handgriffen montieren. Auf dem Kupplungsträger werden die Fahrräder sicher transportiert und lassen sich ohne große Anstrengung be- und entladen. Alle hochwertigen Kupplungsträger sind mit Rücklichtern und Kennzeichenhalter ausgerüstet. Eine EU Betriebserlaubnis liegt vor. Zur Stromversorgung dient ein 13-poliger Stecker, der Strom über die Bordbatterie zuführt.

Wenn keine Anhängerkupplung vorhanden ist und sich ein Nachrüsten aufgrund des Alters des Fahrzeugs nicht lohnt, ist ein Heckträger die beste Alternative. Er bietet je nach Modell Platz für 2 bis 4 Fahrräder und transportiert sie ebenfalls sehr sicher. Ein Heckträger eignet sich allerdings nicht für alle Fahrzeugtypen. Seine Montage ist ebenfalls aufwendiger. Dafür kann er auch nach dem Gebrauch am Fahrzeug verbleiben.

Ein Dachträger ist eine günstige Alternative für andere Trägersysteme. Im Test brachten diese Produkte ebenfalls gute Ergebnisse. Ein Dachträger ist eine gute Entscheidung, wenn man mit ihm nur ab und zu sein Fahrrad transportieren will. Er eignet sich vor allem für leichte Räder, weil sie zum Befestigen und Abladen auf das Dach gehoben werden müssen.

Innenträger dagegen sind zwar bequem, aber nicht sehr praktisch, weil sie kostbaren Platz im Innenraum beanspruchen. Sie eignen sich für Singles oder Verbraucher mit hochwertigen Fahrrädern.

Eine interessante Alternative zu den oben genannten Fahrradträgern sind so genannte Flexi-Träger. Dabei handelt es sich um Fahrradträger, die als Teil der Ausrüstung ins Fahrzeug integriert sind. Sie sind für gewöhnlich in die hintere Stoßstange integriert und können wie eine Schublade herausgezogen oder auch ausgeklappt werden. Diese Träger sind sehr praktisch, können aber nicht nachträglich eingebaut oder nachgerüstet werden. Sie werden von einigen Autoherstellern angeboten. Wer ein Modell mit einem Flexi-Träger besitzt, kann sich darüber freuen.

Die vorderen Plätze beim Test werden alle von Kupplungsträgern belegt. Beim Test zeigt sich außerdem, dass die Produkte bekannter Markenhersteller wie Uebler und Thule regelmäßig besser abschneiden als Trägersysteme weniger bekannter Hersteller. Weil ein Fahrradträger eine langfristige Investition ist, lohnt es sich, bei der Anschaffung ein paar Euro mehr auszugeben. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, aktuelle Testberichte aufmerksam zu lesen und die richtige Wahl zu treffen.

Tipps zum richtigen Transport der Fahrräder

Selbst der beste Fahrradträger nutzt nichts, wenn er nicht richtig verwendet und beladen wird. Um mit dem Träger seine Räder sicher zu transportieren, muss man einige Dinge beachten.

Wenn der Träger montiert oder an der Anhängerkupplung befestigt wird, sollten die Stellen bzw. die Kupplung gründlich gesäubert werden. Bei der Beladung darf die maximale Zuladung des Fahrradträgers nicht überschritten werden. Das sind in der Regel zwischen 40 bis 70 Kilogramm pro Anhänger. Besonders mit schweren E-Bikes oder Mountainbikes wird diese Grenze schnell überschritten. Ein überladener Anhänger kann erhebliche Probleme hervorrufen. Bei Dachträgern darf die zulässige Dachlast nicht überschritten werden. Wenn der Fahrradträger mit Rücklichtern ausgestattet ist, sollte man sich vor Antritt der Fahrt davon überzeugen., dass die Indikatoren und Bremslichter einwandfrei funktionieren. Die Fahrräder müssen so gut befestigt werden, dass sie sich nicht losreißen oder gegeneinander schlagen können, weil dadurch Beschädigungen am Fahrzeug oder an den Rädern entstehen können. Immer wieder hört man auch von schweren Unfällen auf der Autobahn, die durch losgerissene Fahrräder oder Fahrradteile verursacht werden.

Aus Sicherheitsgründen darf mit einem Fahrradträger auch nicht mehr als 120 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit gefahren werden. Bei manchen Typen von Trägersystemen kann diese Geschwindigkeit auch geringer sein. Die Fahrräder müssen so befestigt sein, dass sie sich auch bei plötzlichen Ausweichmanövern losreißen kann. Aus Sicherheitsgründen darf beim Transport der Fahrräder auch keine Planen oder Folien verwendet werden. Diese Art von Verpackung wirkt wie ein Segel und kann sich im Fahrtwind losreißen.

Ebenfalls beachtenswert ist der Schutz vor Diebstahl. Falls man auf seiner langen Fahrt zum Urlaubsziel die empfohlenen Pausen einlegt, kann man schnell eine böse Überraschung erleben, wenn bei der Rückkehr aus der Raststätte die Fahrräder vom Fahrradträger verschwunden sind. Namhafte Hersteller bieten als Zubehör Diebstahlsicherungen an, die so etwas verhindern.

Wenn er nicht mehr benötigt wird, sollte der Fahrradträger nach Möglichkeit demontiert werden. Er erhöht den Kraftstoffverbrauch und behindert je nach Modell den Zugang zum Kofferraum.

Zusammenfassung

Fahrradträger sind zunehmend populär, weil sie den sicheren und bequemen Transport von Fahrrädern mit anderen Fahrzeugen ermöglichen. Auf dem Markt gibt es mehr als 700 Produkte von über 30 Herstellern. Das zeigt, wie wichtig es ist, sich vor dem Kauf richtig zu informieren. Es gibt verschiedene Systeme, um die Fahrräder zu befestigen. Die längste Tradition haben Dachträger, besonders beliebt sind aber Kupplungsträger. Als alternative finden mehr und mehr Heckträger Verbreitung. Beim Kauf des Fahrradträgers sollte man sich zunächst entscheiden, welcher Typ von Fahrradträger am besten geeignet ist. Jedes der 5 Systeme hat seine Vor- und Nachteile. Bei der Benutzung kommt es darauf an, die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Besonders wichtig ist dabei, das zulässige Höchstgewicht und die Höchstgeschwindigkeit nicht zu überschreiten und die Fahrräder sicher zu befestigen. Es ist besser, lieber einen Spanngurt zu viel als zu wenig zu benutzen.

Beim Test hat es sich gezeigt, dass Markenprodukte namhafter Hersteller fast immer besser abschneiden als solche weniger bekannter Firmen. Bekannte Hersteller überzeugen zudem durch einen guten Kundendienst und ein umfangreiches Angebot an Zubehör und Ersatzteilen. Die Mehrausgabe für einen Fahrradträger einer guten Marke lohnt sich, weil am an so einem Produkt viel und lange Freude haben wird. Am besten überzeugt man sich davon selbst und bestellt den passenden Fahrradträger im Internet, nachdem man zuvor gründlich recherchiert hat. Die Zeit und Mühe für die Recherche werden sich mit Sicherheit auszahlen.