E-Bike Displays: Arten und Funktionen im Überblick


Im Unterschied zum klassischen Fahrrad verfügt das E-Bike über einen Motor, einen Akku sowie über ein Display. Es gibt viele verschiedene Arten von Displays, welche sich – je nach Hersteller – hauptsächlich in den Funktionen sowie in der Bedienung unterscheiden. Ohne das Display funktioniert das E-Bike nicht! Unten werden die verschiedenen Displays und deren Eigenschaften kurz erläutert. Neben der Größe und den Funktionen spielt für viele Fahrer von E-Bikes die Optik eine große Rolle – der Eine mag es schlicht, reduziert auf das Wesentliche, der Andere will ein modernes, farbiges Display mit Menü.

BASIC DISPLAY

Basic Displays, meist kleine LED-Displays von 1,5 Zoll, sind besonders übersichtlich, einfach in der Bedienung und verfügen nicht über viele Zusatzfunktionen, sondern nur über Grundeinstellungen und einer einfachen Funktionalität. Der Fahrer kann den Motor ein- und ausschalten, die Pedal Assistance einstellen und auf dem Display ablesen. Beim Bosch Purion kann man z.B. zwischen folgenden Unterstützungsstufen wählen: OFF, ECO, TOUR, E-MTB, TURBO.

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Ebenso wird der Stand des Akkus angezeigt. In manchen Fällen wie beim Bosch Purion können noch die Tageskilometer, die Gesamtkilometer und die Restreichweite des Akkus angezeigt werden.

Das Display sitzt unmittelbar neben dem Griff, sodass es ganz einfach mit der Hand bedient werden kann. In der Regel lässt sich das Basic Display mit wenigen Handgriffen abnehmen. Dies dient dazu, das Display leicht einstellen zu können und es während Aktivitäten, bei denen das E-Bike nicht genutzt wird, vor Diebstahl zu schützen.

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Es handelt sich um umfangreiche kleine Bordcomputer, meist mit Navigationsfunktion und einem großen, farbigen LCD-Farbdisplay von bis zu 3,5 Zoll. Solche moderne Displays verfügen über ein Menü. Hier kann sich der Fahrer neben der aktuellen Geschwindigkeit, der durchschnittlichen Geschwindigkeit und die Reichweite des Akkus auch die bereits gefahrenen Kilometer / Tageskilometer anzeigen lassen. Es werden Kalorienverbrauch und Herzfrequenz gemessen und eigene Daten, Leistung und Erfolge gespeichert und dokumentiert. Manche Modelle erlauben außerdem die Eingabe von Parameter wie Radgröße und Höchstgeschwindigkeit.

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Das moderne LCD Display sitzt meistens in der Mitte des Lenkers, wobei das Bedienteil – ebenso wie bei einem Basic Display – unmittelbar neben dem Griff sitzt. Dies ermöglicht eine sichere Bedienung, bei der die Hand nicht vom Lenker genommen werden muss. Einige Modelle lassen sich abnehmen, andere sind fest montiert.

Optimalerweise ist das Display in beiden Varianten spiegelfrei, sodass man auch bei direkter Sonneneinstrahlung alles optimal lesen kann. Für sportliche Fahrer gibt es das bruchsichere Glas.

Funktionen des Displays

Die meisten Displays bieten eine einfache Anzeige von Grundfunktionen, wie: 

  • Fahrmodi
  • Aktuelle Geschwindigkeit und
  • Akkustand
  • Walk-Funktion

Es gibt jedoch auch Displays, welches über mehr Anzeigewerte und viele weitere Zusatzfunktionen verfügt, wie:

  • Gefahrenen Kilometer (Gesamt/Tag)
  • Restreichweite des Akkus
  • Temperatur
  • Fehleranzeige
  • Uhrzeit
  • An- und Ausschalten von Abblend-/Fernlicht
  • Kalorienverbrauch 
  • Herzfrequenzmessung
  • Fitnessprogramme / Performance Profil
  • Navigationsfunktionen / GPS
  • Bluetooth (Verbindung des Displays mit Pulsmesser oder Smartphone)
  • Verbindung mit Laptop über Connect Smartphone-App 
  • USB-Port für Smartphones (Ladefunktion / Verbindung mit Smartphone und Navi)
  • Touchscreen (Anzeige und Bedienfeld in einem)
  • Lichtsensor

Fahrmodi

Die meisten Displays verfügen über 3 bis 4 Modi / Level (wie z.B. Standard, Eco, High oder  City, Trekking, Gelände), aber es gibt auch Displays von Herstellern, mit wesentlich mehr Modi. Zum Beispiel können beim LCD Display von Ecomo 15 verschiedene Levels eingestellt werden.

Walk Funktion

Über die Walk-Funktion bzw. Walk-Assistenten verfügen die meisten Displays, die aktuell auf dem Markt erhältlich sind. Hier hat der Fahrer die Möglichkeit, das Bike beim Gehen neben sich rollen zu lassen. Dies ist nichts anderes, als das Rad zu schieben, nur mit dem Unterschied, dass der Motor Unterstützung leistet (bis 6 km/h). Sinnvoll ist diese Funktion beispielsweise, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist und die anderen Fahrer, die womöglich mit einem klassischen Fahrrad unterwegs sind, in schwierigen, steilen Passagen schieben müssen.

USB-Port

Auch immer häufiger an Displays vorzufinden ist der USB-Ausgang. Hier hat der Fahrer die Möglichkeit, vor Beginn der Fahrt mit dem E-Bike Kartenmaterial auf den Bordcomputer – sofern er über die Möglichkeit der Navigation verfügt – zu laden oder sogar während der Fahrt den Akku seines Smartphones zu laden, wie beim Bosch Nyon-System 3 in 1. Ebenso zeigen die meisten E-Bike Displays die Uhrzeit an, sodass der Fahrer während er mit dem Bike unterwegs ist, nicht auf seine Armbanduhr oder Smartwatch schauen muss, um die Uhrzeit abzurufen. Darüber hinaus können einige Bordcomputer mit dem PC oder per App mit dem Smartphone verbunden werden. Auf diese Weise lassen sich die gespeicherten Daten ganz bequem von Zuhause aus abrufen. Auch Radtouren und Strecken können so sehr einfach geplant und anschließend an den Bordcomputer übertragen werden.

Mit einem USB-Port kann außerdem ein Fachhändler die Daten und den Zustand des E-Bike-Systems auslesen, z.B. bei den Displays von Bosch.

Beleuchtung und Farben

Die meisten Displays sind beleuchtet, sodass man die gewünschten Informationen auch im Dunkeln ohne Probleme abrufen kann. Was die Beleuchtung betrifft, gibt es viele verschiedene Varianten. Es gibt Displays, welche „einfach“ gehalten sind – also schwarz mit weißer Schrift (z.B. Schwarz-Weiß-TFT) – und Displays, die über verschiedene Farben verfügen (LCD, LED, Farb-TFT). Beeinträchtigungen gibt es hier eigentlich keine. Es ist lediglich von Hersteller zu Hersteller verschieden und die Geschmäcker sind bekanntlicher weise verschieden, sodass für jeden Fahrer eines E-Bikes das richtige Display erhältlich ist.

Hersteller Auswahl – Über Funktionen und Kompatibilität informieren

Zu den bekannten Marken zählen Bosch, Yamaha oder Shimano. Vor dem Kauf eines E-Bikes oder eines neuen E-Bike Displays sollte man sich beim Fahrradhändler seines Vertrauens gut und umfangreich beraten lassen, um auch die Zufriedenheit längere Zeit nach dem Kauf zu gewährleisten. Wer sich zum Beispiel ein E-Bike von Bosch kauft, verfügt damit auch direkt über eine der vier Bosch Displays, die aktuell erhältlich sind. E-Bikes von anderen Herstellern können jedoch – je nach Modell und Jahr der Herstellung – auch mit einem Bosch Display nachgerüstet werden. Dies gilt für mehrere Hersteller.

Es gibt jedoch auch Displays, die nur mit dem Motor des gleichen Herstellers funktionieren!

Der Fahrer sollte sich vor dem Kauf über die jeweiligen Funktionen und die Kompatibilität erkundigen und sich sicher sein, auf welche Funktionen er auf keinen Fall verzichten möchte.

Display Größe

Die Display Größe bei E-Bikes variiert zwischen 1,5 Zoll und 3,5 Zoll. Je größer das Display, desto besser ist die Ablesbarkeit. Zu groß sollte das Display jedoch auch nicht sein, damit es den Fahrer nicht beeinträchtigt. Vor allem Rennrad- und Mountainbikefahrer bevorzugen ein kleines Display.

Der Preis

Natürlich spielt auch der Preis eine mehr oder weniger große Rolle. Es gibt Displays in verschiedenen Preisklassen. Der Preis gestaltet sich nach der Qualität sowie den Eigenschaften und Funktionen des Displays. Der Fahrer sollte sich bei Interesse an einem E-Bike oder einem neuen Display ausreichend Rat einholen, welche Funktionen für ihn wichtig sind. So kann ermittelt werden, welches Modell am besten für ihn geeignet ist. Grundsätzlich sind jedoch alle Display-Modelle, die zurzeit auf dem Markt sind, qualitativ hochwertig und verfügen mindestens über die wichtigsten Funktionen!

Was tun bei beschädigtem Display?

Sollte das Display plötzlich und unerwartet kaputtgehen, ist eine Steuerung des E-Bike Motors vorerst nicht mehr möglich. In diesem Fall muss das Bike manuell, also ohne Unterstützung des Motors, weitergefahren werden. Es empfiehlt sich, das Rad und den Motor testen zu lassen, um anschließend ein neues Display zu kaufen. Die Technik ist so weit, dass stetig neue Produkte mit noch besseren und weiteren Funktionen entwickelt werden und auf den Markt kommen. Der Fahrer eines E-Bikes oder Pedelecs sollte in jedem Fall auch darauf achten, dass alle anderen, wichtigen Teile – eingeschlossen der Sturzhelm – absolut unbeschädigt sind, damit die Sicherheit während dem Fahren nicht gefährdet ist!

Quellen und weiterführende Informationen:

  1. https://www.pandaebikes.com/led-lcd-display/
  2. https://www.fafit24.de/blog/bosch-e-bike-display-bedienung-und-vergleich
  3. https://www.radonline.de/beratung/e-bike/display-uebersicht/

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